Schulneubau beschlossen – Elternkonferenz: Und jetzt?!

Die Elternkonferenz der Grundschule am Wasserturm in Dallgow-Döberitz begrüßt den einstimmigen Beschluss der Gemeindevertretung vom 22. Februar 2017 zur Schulerweiterung am Standort Steinschneiderstraße. Danach werden in einem dreigeschossigen Neubau „ca. 21“ neue Hort- und Klassenräume entstehen.

„Mit diesem Beschluss ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung mehr Platz für Bildung in Dallgow getan“, sagte Elternkonferenz-Vorsitzende Andrea Lampe und bewertete positiv, „dass die Gemeinde auf die zahlreichen und mit großer Präsenz vorgetragenen Einwände von Schul- und Hortleitung sowie der Elternschaft eingegangen ist. Optimale Lösungen wird man immer nur unter Einbeziehung aller Beteiligten in einem konstruktiven Dialog erreichen können“, betonte Lampe. Diesen konstruktiven Dialog werde die Elternkonferenz auch in Zukunft aktiv suchen, kündigte Lampe an: „Wenn es sein muss, auch sehr kritisch, denn noch sind zahlreiche Fragen völlig ungeklärt. Insbesondere geht es jetzt darum, dass die Baumaßnahmen zügig beginnen und für gute, tragbare Lehr-, Lern- und Bewegungsbedingungen während der Bauphase gesorgt wird.“

In der letzten Sitzung der gemeinsamen Ausschüsse wurde außerdem eine Empfehlung beschlossen, um der gestrigen Gemeindevertretung den offiziellen Startschuss für die ersten Bauleistungen geben zu können. Dafür haben viele Mitbürger und Gemeindevertreter viel Zeit aufgewendet.

Komplikationen zu befürchten

Während der Sitzung der Gemeindevertretung erklärte der amtierende Bürgermeister Herr Kristke überraschend, dass die Planungsleistungen für den Neubau wahrscheinlich europaweit ausgeschrieben werden müssen. Die zwei weiteren Tagesordnungspunkte über die ersten Bauleistungen wurden zurückgenommen.

Die Elternkonferenz hält dies für „sehr bedenklich“. “Diese Rücknahmen haben bei den anwesenden Eltern einmal mehr zu Überraschung und Enttäuschung geführt, war doch in der letzten Ausschuss-Sitzung zum Thema keine Rede von dieser Problematik“, kritisierte Lampe und forderte “ein professionelles Maß an Gründlichkeit, das diesem Großprojekt angemessen ist“.

„Aus der Prüfung der Ausschreibungspflicht werden sich schwerwiegende und vor allem verzögernde Komplikationen ergeben – etwa, dass nicht mit dem bislang planenden Architekten weitergearbeitet werden kann. Dann wäre das gesamte Projekt wieder auf Null zurückgeworfen“, warnte Lampe. Es sei nun Aufgabe der Gemeinde, „diese wichtigen Sachverhalte, die sich schon lange abgezeichnet haben und eigentlich längst geklärt sein müssten, endlich umfassend zu prüfen und einer sinnvollen Lösung zuzuführen.“

Die Wahrscheinlichkeit, dass der bisher geplante Neubau, der dringend benötigt wird und angeblich auch von allen Seiten gewollt ist, in den Sommerferien 2017 beginnt, ist nicht mehr realistisch.

Online-Presseschau

Märkische Allgemeine, 23. Februar 2017
Dallgow-Döberitz: Planungspanne verzögert Schulneubau