Unsere Reise nach Polen 2019

Am Mittwoch, den 22.05.19 war es wieder soweit- 20 Schüler unserer Schule trafen sich zu einem gemeinsamen Aufenthalt mit Schülern aus drei Partnerschulen aus dem Gemeindeverband Dopiewo in Polen. Die Fahrt im Schnellzug nach Poznan verging wie im Fluge. Dort angekommen machten wir uns mit unseren Gastgebern bekannt und fuhren gemeinsam in einem Reisebus ca. 65km nach Nordwesten in den winzigen Ort Chalin. Unsere Herberge lag mitten in einem wunderschönen Wald, umgeben von vielen Seen. Gleich nach dem verspäteten  Mittagessen unternahmen wir mit dem Förster eine Wanderung und erkundeten die nähere Umgebung. Wir stapften vorbei an Apfelalleen, Feldern, alten Scheunen und erreichten bald einen dichten Wald mit uralten Bäumen und Resten einer Mühle an einem Mühlteich. Dort sah es verwunschen wie in einem Märchen aus.

Bevor am Abend alle müde ins Bett fielen, gab es noch Grillwurst und viel Spaß auf dem Spielplatz. Nach einem guten Frühstück brachen wir am Tag darauf mit einem Bus zu einer Tour in die weitere Umgebung auf. Zunächst besuchten wir das mittelalterliche Wohngebäude der adligen Familie Opalinski in Sierakow. Wir erfuhren viel über das Leben im Mittelalter und wunderten uns schon sehr, dass selbst Könige sich nur einmal im Jahr wuschen. Die Menschen damals dachten doch tatsächlich, wer sich mit Wasser wäscht, wird krank. Stattdessen wurden feine Damen gepudert.

Es brauchte Stunden, um das am Körper fest gewordene Puder wieder abzukratzen.

Besonders staunten wir über die mit Gold und Bildern verzierten Sarkophage der Familie im Keller des Gebäudes. Es gab im Palace so viel zu bestaunen und zu erfahren, doch strengte uns das Zuhören mächtig an. Gegen Mittag besuchten wir ein Gestüt und anschließend ein landwirtschaftliches Museum. Dort bastelten wir Modelle eines Planwagens, der aus Weidenruten geflochtene Seitenflächen hatte. Der Tag klang aus mit einem Blick in die Sterne, denn auf dem Gelände der Herberge steht ein Observatorium der Universität Poznan. Sehr aufregend fanden viel von uns, die ISS am Sternenhimmel zu sehen.

Nach einem Geländespiel und Bastelarbeiten am Freitag fuhren wir endlich nach Konarzewo, dem Schul- und Wohnort der meisten polnischen Kinder der Gruppe. Dort warteten schon die Gasteltern auf ihre Kinder und uns. Wir waren sehr aufgeregt. Wie wird es wohl in den Familien sein? Werde ich Heimweh haben? Bin ich das einzige deutsche Kind im Dorf? Wann werde ich die anderen wieder treffen? Fragen, Fragen, so viele Fragen, die einem im Kopf schwirrten.

Schon am darauffolgenden Tag trafen sich die meisten von uns wieder beim Dorffest in Konarzewo.

Aufgeregt erzählte jeder dem anderen, wie er den Abend und Vormittag verbracht hatte und welche Pläne es für den Abend gab.

Am Sonntag war der Tag der Heimreise gekommen.

Nach drei Stunden Zugfahrt und einem Sprint zur Regionalbahn in Berlin Hauptbahnhof wurden wir von unseren Familien in Dallgow-Döberitz wieder in Empfang genommen.

Wir danken dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk und der Gemeinde Dallgow-Döberitz für die großzügige Unterstützung unseres Projektes.